Unsere Lebensmittel zerstören den Regenwald und töten Orang-Utans

In Asien wird stündlich Regenwald in der Größe von 300 Fußballfeldern für die Produktion von Palmöl gerodet. Bis das europaweite Gesetz zur Deklarationspflicht von Palmöl in Lebensmitteln am 1. Januar 2016 in Kraft tritt, wird eine zusätzliche Fläche etwa von der Größe des Bundeslandes Sachsens unwiederbringlich zerstört sein. Mit unserem Konsumverhalten heizen wir die Situation weiter an und müssen jetzt die Reißleine ziehen. Codecheck.info reagiert bereits heute: mit der Gratis-App soll Konsumenten geholfen werden, Produkte mit Palmöl zu erkennen. Die App zeigt zudem gesündere und umweltgerechtere Produkte an.

Unser Konsum beeinflusst Welthandel

Es beginnt bereits morgens bei der Zubereitung des Frühstücks: Jeder sollte sich bewusst sein, dass er durch sein Handeln und Konsum, maßgeblich Einfluss auf den Welthandel, den Regenwald und seine Bewohner nimmt. Die meisten wissen jedoch nicht, dass uns Palmöl auf Schritt und Tritt begleitet und in mehr als 50 Prozent aller Lebensmittel und Kosmetika enthalten ist. Erschreckend ist auch, dass selbst vermeintlich harmlose Artikel wie Backwaren, Müsli oder Rosinen betroffen sind. Und täglich kommen neue Produkte dazu.

Wenn wir es nicht schaffen, einen anderen Weg einzuschlagen, werden auch die letzten 1.500 nur auf Borneo vorkommenden Zwerg-Elefanten und die ebenfalls akut bedrohten Orang-Utans bald keinen Lebensraum mehr haben.

Jetzt handeln - gemeinsam Druck auf Unternehmen erhöhen

Für Konsumenten ist es beinahe unmöglich, alle Palmöl-Produkte zu vermeiden. Damit Licht ins Dunkel des Produkt-Dschungels kommt, hat Codecheck.info für die App und Webseite eine Funktion integriert, die nach dem Strichcode-Scan betroffene Produkte anzeigt und gleichzeitig umweltfreundliche Alternativen vorschlägt.

Produkte, in denen Palmöl steckt und gute Alternativen:

Palmöl: Snickers

Alternative: Keerunch

Palmöl: Rama

Alternative: Alnatura Margarine

 

Hintergrund: Die Nachfrage nach Palmöl wächst global noch immer

Weil Palmöl das billigste Pflanzenöl ist und der Markt naturgemäß zum billigsten Rohstoff greift, werden riesige Flächen für den Anbau benötigt, Regenwald abgeholzt, Torfböden ausgetrocknet, Tiere und Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt. „Die Nachfrage nach Palmöl wächst global noch immer. Einerseits weil der Konsum von Produkten mit Palmöl wie Nahrungsmittel und Kosmetika steigt, andererseits weil Palmöl zunehmend für die Produktion von Agrotreibstoff verwendet wird“, so Mirjam Kopp von Greenpeace. Die Umweltorganisation fordert deshalb den Stopp der Produktion vor allem von Agrotreibstoffen aus Palmöl. 

Über Codecheck.info:

Codecheck.info ist der größte deutschsprachige Online-Produktratgeber.

Das unabhängige Social Enterprise Codecheck.info informiert Konsumenten kostenlos via Website und App über Produkte und deren Inhaltsstoffe. Dazu werden unabhängige Experteneinschätzungen über die potenzielle Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe für Körper und Umwelt angezeigt.

Bei Kosmetikprodukten liefert Codecheck Informationen zu hormonellen Inhaltsstoffen, Mikroplastik, Aluminiumbestandteilen und weiteren ungesunden Inhaltsstoffen. Im Bereich der Nahrungsmitteln werden detaillierte Nährwertangaben via Ampelfarben auf einen Blick, ein zuviel an Zucker, Salz oder Fett angezeigt. Diese einfache Kennzeichnung auf Nahrungsmitteln wird von Ärzten schon seit Jahren gefordert, leider konnte sich hier die Lebensmittelindustrie bisher erfolgreich wehren. Codecheck.info zeigt zusätzlich Expertenbeurteilungen zu mehr als 120 Gütesiegeln, Umweltinformationen zu Palmöl und Überfischung sowie User-Bewertungen an.

Die Expertenbewertungen stammen u.a. von: Ökotest, Greenpeace, Stiftung Warentest, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), WWF, Foodwatch, Deutsche Diabetes-Stiftung Stiftung für Konsumentenschutz, Arbeiterkammer Wien, Utopia.de, Adipositas-Stiftungen Deutschland und Schweiz und viele andere.

// Codecheck Webseite

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