Public Relations und Social Media: PR 2.0

Was eigentlich selbstverständlich ist, wird noch immer von vielen Unternehmen vernachlässigt oder im schlimmsten Fall gar missachtet: eine moderne PR sollte eng mit der Social-Media-Abteilung zusammenarbeiten.

Allgemein von PR 2.0 gesprochen, müssen aktuelle Themen und wichtige Ereignisse weitaus viraler und in Einbezug der verschiedensten Netzwerken kommuniziert werden. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, rein die Pressemitteilung an die Kontakte in der Verteilerliste zu schicken. 

In der schnelllebigen Medienlandschaft ist es wichtig, dass ein Unternehmen sich mit der Zeit zu einer festen und im besten Fall auch bekannten Marke entwickelt und dabei stets die Entwicklungen im Bereich Social Media im Auge behält. Könnten man sich heutzutage Coca-Cola ohne regelmäßig aktualisierten Facebook-Auftritt vorstellen? Oder ohne Twitter-Account? Darüber hinaus haben sich die Sozialen Medien zur ersten Anlaufstelle für User entwickelt. Während vor einigen Jahren noch Foren regelmäßig frequentiert wurden, so gehen heutzutage Beschwerden vorrangig via Facebook-Message, Tweet oder gar YouTube-Anfrage bei Unternehmen ein. Doch gerade weil solche Plattformen als erste Anlaufstelle dienen, kann besonders die PR davon profitieren. 

Breites streuen für den Erfolg

Werden PR-Kampagnen geplant, geschieht dies meist unter Einbeziehung der bereits von dem Unternehmen genutzten Sozialen Netzwerken. Die bis dato nach wie vor am stärkste verwendete Plattform ist Facebook. Alleine in Deutschland kommt die von Mark Zuckerberg kreierte Plattform bei über 80 % befragter User zum Einsatz (siehe unten). Dennoch ist es wichtig mit dem Blick über den Tellerrand auch andere Dienste im Hinterkopf zu haben. 

Besonders jüngere Social-Media-User greifen mittlerweile lieber auf Snapchat zurück und verweigern sich stellenweise komplett den als zu kompliziert empfundenen Mechaniken von Facebook. Daraus resultiert die Frage, welche Plattform für die geplante Kampagnen grundsätzlich in Frage kommen und wie sich damit am besten die Userschaft ansprechen lässt. Besonders beliebt - und faktisch unerlässlich - sind heutzutage Multichannel-Kampagnen, bei denen die Kommunikation über gleich mehrere Plattformen stattfindet. 

Die am meisten genutzten Social Networks bei Usern:

  • Facebook (80 Prozent)
  • YouTube (60,9 Prozent)
  • Xing (28,2 Prozent)
  • Google+ (27,5 Prozent)
  • Twitter (23,1 Prozent)
  • Stayfriends (18 Prozent)
  • Linkedin (15,3 Prozent)
  • Instagram (14,5 Prozent)
  • Pinterest (9,9 Prozent)

 Umfrage: Tomorrow Focus Media; Februar 2015; 589 Teilnehmer des TFM-Online-Panels

Die Jugend nicht vernachlässigen, aber Zielgruppe im Blick haben

Zwar mögen neue Dienste wie Snapchat und Co. auf dem Vormarsch sein, dennoch sind diese (noch) keine Konkurrenz für Plattformen wie Facebook oder YouTube. Darüber hinaus spielen auch reine Business-Netzwerke, wie LinkedIn und Xing, bei vielen eine große Rolle. Daher sollten auch jene Plattformen bei der Kampagnen-Planung bedacht werden, die vielleicht nicht im Fokus der Zielgruppe liegt. Doch egal welche Netzwerke schlussendlich für die Umsetzung in Frage kommen, die Beiträge sollten entsprechend der Seriösität der einzelnen Netzwerke angepasst werden. 

Grundsätzlich und bereits von vorneherrein eigentlich eine Selbstverständlichkeit, so kommt es dennoch häufig vor, dass Unternehmen beispielsweise für Xing bei Advertorials auf den gleichen Sprachduktus zurückgreifen, der auch bereits auf Facebook zum Einsatz gekommen ist. Doch was bei diesem Netzwerk funktioniert, muss nicht auch zwangsweise bei einem anderen von Erfolg gekrönt sein. Während bei Facebook grundsätzlich die Tonalität eher lockerer gehalten ist, ist es für Mitglieder von Xing und LinkedIn weitaus wichtiger, mit Fakten und genauen Details versorgt zu werden, anstatt sich über eine animierte Katze zu unterhalten.

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Public Relations und Social Media: PR 2.0 | Wordwire am 17/02/2016 um 17:32

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