Codecheck App spürt umstrittene Nanopartikel in Kosmetika auf

Codecheck und der BUND warnen vor den Risiken von Nanopartikeln in Kosmetika. Codecheck hat daher ein neues Feature entwickelt, mit dem Nanopartikel in Produkten erkannt werden können.

 

Codecheck App spürt umstrittene Nanopartikel in Kosmetika auf

  • Codecheck und der BUND warnen vor Auswirkungen von Nanopartikeln für Mensch und Umwelt
  • Nanopartikel finden sich in vielen Kosmetikprodukten – Durchdringen sie die Hautbarierre, sind die Gefahren nicht abzuschätzen
  • Mit Codecheck lassen sich Produkte ganz einfach scannen und nanofrei einkaufen

Nanopartikel werden heute in verschiedenen Kosmetikprodukten eingesetzt, vor allem in Sonnencreme. Die Langzeitfolgen für Mensch und Umwelt sind jedoch weitgehend unerforscht. Allerdings verursachten Nanopartikel in einigen Laborversuchen sogar Schädigungen an Erbgut und Organen. Wird die Gefahr unterschätzt? Codecheck, Marktführer im deutschsprachigen Raum der Produktratgeber-Apps, bietet seinen Usern ab sofort die Möglichkeit, ihre Kosmetikprodukte noch vor dem Kauf auf Nanopartikel zu überprüfen. Die innovative Filter-Funktion steht nun in Form eines kostenlosen Udpates in den jeweiligen App-Stores zum Herunterladen bereit.

Nanopartikel – Unterschätzte Gefahr für Mensch und Umwelt

Nanopartikel sind – vereinfacht erklärt – kleine Teilchen im Bereich von 1 bis 100 Nanometern. Der Durchmesser eines menschlichen Haares beträgt im Vergleich ungefähr 90 000 Nanometer. In ihrer Winzigkeit schützen Partikel wie Nano-Titandioxid oder Nano-Zinkoxid beispielsweise in Sonnenmilch die Haut vor Sonnenbrand und machen die sonst dickflüssige, weiße Paste transparent und geschmeidig. Auch in Wimperntusche, Nagellack, Make-up oder Gesichtscreme werden sie beigemischt. Doch in ihrer geringen Größe liegt die Gefahr.

Forschungslücken – Was vermarktet wird, ist noch längst nicht erforscht

Die Risiken von Nanopartikeln für Mensch und Umwelt sind bis heute, trotz Forschung, ungewiss. Langzeitfolgen sind wissenschaftlich noch nicht eingeschätzt worden. „Es ist einfach nicht klar abzuschätzen, welche Auswirkungen Nanopartikel zum Beispiel in Bezug auf verletzte Hautstellen haben. Die Einschätzungen zur Sicherheit von kosmetischen Inhaltsstoffen, welche Nanopartikel enthalten, beziehen sich meist nur auf die Verwendung bei gesunder Haut“, warnt Vanessa Dilg, wissenschaftliche Leiterin bei Codecheck.

Hautschäden – Ein möglicherweise gesundheitsschädlicher, schleichender Prozess

Wie sich Nanopartikel – die durch geschädigte, aufgekratzte oder gereizte Haut in den Körper eindringen – auf den Organismus auswirken, ist also bis heute vollkommen unklar. Der BUNDinformiert jedoch darüber, dass bestimmte Nanopartikel giftig wirken können: In Laborversuchen verursachten sie Schädigungen an Erbgut und Organen oder provozierten Entzündungen, die möglicherweise zu Tumoren führen.

Umweltzerstörung – Ablagerungen schaden der Natur

Auch zu beachten ist die Ablagerung von Nanopartikeln in der Umwelt. Durch das Abwasser gelangen Nanopartikel. zum Beispiel aus Sonnencremes, als Klärschlamm auf die Felder. Schweizer Forscher der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) in St. Gallen konnten in einigen EU-Gebieten jüngst sogar bereits eine Konzentration von  61 Mikrogramm Nano-Titandioxid pro Kilo Boden ausmachen. Auch hier sind die Folgen noch nicht absehbar.

Bewusst einkaufen – Mit Codecheck richtige Kaufentscheidungen treffen

Die neue Codecheck-Filterfunktion informiert ab jetzt mittels Scan über den Nanopartikel-Gehalt von Kosmetikprodukten und liefert Alternativen. Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) möchte Codecheck Konsumenten die Chance zu einem bewussten Kauf geben, denn: „Transparenz bei der Anwendung von Nanopartikeln in Verbraucherprodukten ist ein absolutes Muss, denn immer noch wissen wir zu wenig über die langfristigen Wirkungen der Partikel auf Mensch und Umwelt.“ sagte Dr. Rolf Buschmann, Referent für technischen Umweltschutz beim BUND.

Die Features des Nanopartikel-Filters im Überblick: 

  • Gescannte Kosmetika auf Nanopartikel überprüfen
  • Nanopartikel-Produkte von vorneherein ausschließen
  • Bewusst einen gesunden Lebensstil pflegen

Über Codecheck.info:
Codecheck ist mit mehr als 29 Millionen Produkten und über 3 Millionen App-Downloads der grösste deutschsprachige Online-Produktratgeber.
Konsumenten informieren sich bei Codecheck kostenlos via Website und App über Produkte und deren Inhaltsstoffe. Dazu werden Experteneinschätzungen über die potenzielle Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe für Körper und Umwelt angezeigt.

Bei Kosmetikprodukten liefert Codecheck Informationen zu hormonellen Inhaltsstoffen, Mikroplastik oder auch Aluminiumbestandteilen. Im Bereich der Lebensmittel zeigt Codecheck neben detaillierten Nährwertangaben auch via Ampelfarben, ob ein Produkt zu viel Zucker, Salz oder Fett enthält. Eine solche einfache Kennzeichnung wird seit Jahren von Ärzten gefordert. Zusätzlich wird auf Palmöl-Bestandteile oder gefährdete Fischarten hingewiesen.

Dank des Bewertungskreises bei Kosmetika und Lebensmitteln erkennen Nutzer auf einen Blick, ob ein Produkt prozentual mehr positive oder negative Eigenschaften besitzt.
Die Expertenbewertungen stammen u.a. von: ÖKO-TEST, Greenpeace, Stiftung Warentest, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), WWF, Foodwatch, Deutsche Diabetes-Stiftung Stiftung für Konsumentenschutz, Arbeiterkammer Wien und viele andere.

// Codecheck-Webseite: www.codecheck.info
// Codecheck.info App-Download:  iPhone und Android

// Presse-Kontakt:
Boris Manhart | Codecheck.info | Tel: +49 30 780 80 710
 | boris.manhart@codecheck.info