Starke Allergieauslöser in Parfums und Deos:

Codecheck App findet in Kooperation mit dem DAAB Duftstoffe in Kosmetika

  • Der Kontakt mit allergenen Duftstoffen ist nicht nur für Allergiker bedenklich.
  • Doch sie stecken in jedem zweiten Parfum oder Deodorant.
  • Gut, dass das Aufspüren solcher Stoffe jetzt sehr viel einfacher wird: Codecheck integriert ab sofort die Duftstoffbewertung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) in seine Datenbank.

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Berlin / Zürich: Ab sofort erkennt die Codecheck-App allergene Duftstoffe dank einer Kooperation mit dem DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.). Der DAAB hat basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen 26 natürliche und synthetische Duftstoffe identifiziert, von denen elf Stoffe sogar als potent bzw. hochpotent allergen gelten. “Diese 26 Stoffe unterliegen der Deklarationspflicht und müssen in den Inhaltsstoffen daher einzeln aufgelistet werden. Menschen, die solche Duftstoffe in ihren Kosmetika meiden wollen, mussten die INCI-Namen bisher umständlich hinten im Kleingedruckten der Verpackung suchen oder hoffen, Produkte mit dem DAAB-Label zu finden,” so Vanessa Dilg, wissenschaftliche Leiterin bei Codecheck. Da die Bewertung des DAAB nun in die Codecheck-App integriert ist, ist das Finden kritischer Stoffe wie Isoeugenol oder Citral in Kosmetika nur noch eine Frage von Sekunden: einfach mit dem Smartphone den Barcode einscannen und direkt erfahren, ob und welche Duftstoffe erhalten sind.

Neben Allergikern sollten auch Schwangere Duftstoffe meiden

“Bei Duftstoffen handelt sich um natürliche sowie synthetisch hergestellte Substanzen, die den Geruchseindruck von Produkten beeinflussen und ändern können,“ erklärt Dr. Silvia Pleschka, Chemikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des DAAB. “Duftstoffe werden in sehr vielen Alltagsprodukten eingesetzt. Sie können allergische Reaktionen wie Rötungen, Juckreiz, Bläschen oder Schwellungen hervorrufen.” Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes leiden mindestens eine halbe Million Deutsche unter einer sogenannten Kontaktallergie – eine Krankheit, die nur durch die konsequente Vermeidung des Allergieauslösers gelindert werden kann. Doch nicht nur Menschen mit Kontaktallergie sollten Duftstoffe meiden: “Asthmatiker, Menschen mit vielfacher Chemikalienunverträglichkeit (MSC) und empfindliche Personen wie Babys, Kinder oder Schwangere sollten ebenfalls besser auf Kosmetika bzw. Produkte mit Duftstoffen verzichten,” so Dr. Pleschka.

Zahlreiche Produkte mit hochpotenten und potenten Allergenen im Handel

Eine Analyse der Produktdatenbank von Codecheck zeigt, dass ein Verzicht gar nicht so leicht ist:

  • 44 % der Deos,
  • und 46 % der Damen- und 37 % der Herrenparfums

…enthalten sogar potente und hochpotente Allergene wie Evernia Furfuracea Extrakt, HICC / HMPCC, Citral oder Farnesol. Die genauen Ergebnisse der Analyse sind im anhängenden Factsheet aufgelistet.

Kooperation zwischen Codecheck und DAAB sorgt für Transparenz

“Wir freuen uns sehr, mit dem DAAB einen weiteren renommierten Partner gefunden zu haben, der dazu beiträgt. das Kleingedruckte hinten auf dem Produkt besser verständlich zu machen,” so Roman Bleichenbacher, Gründer von Codecheck. “Mit der neuen Duftstoff-Bewertung können wir Menschen dabei helfen, schneller die für sich richtigen Produkte zu finden.” Andrea Wallrafen, die Geschäftsführerin des DAAB fügt hinzu: “Die neue Filterfunktion erleichtert den Betroffenen die für sie relevanten Allergieauslöser zu meiden. Dies hilft ihnen den Alltag mit Kontaktallergien unbeschwerter zu meistern. Gleichermaßen sensibilisiert die Kooperation mit Codecheck eine grössere Anzahl von Menschen für das Thema Duftstoffe.”

 

Links zur Untersuchung und weiteren Infos

 

Über Codecheck
Codecheck ist mit mehr als 35 Millionen Produkten und über 3 Millionen App-Downloads der grösste deutschsprachige Online-Produktratgeber. Konsumenten können sich hier kostenlos via App oder Website über Produkte und deren Inhaltsstoffe informieren. Persönliche Filtereinstellungen helfen bei der Personalisierung der App. Nachdem das Produkt eingescannt oder der Produktname eingetippt wurde, erscheinen Experteneinschätzungen in Form eines Bewertungskreises. Je nachdem, ob dieser rot oder grün aufleuchtet, besteht eine potenzielle Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe für Körper und Umwelt. Die Einschätzungen stammen von renommierten Partnern wie Greenpeace (Schweiz), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem WWF (Schweiz), der Verbraucher Initiative e. V., der Arbeiterkammer Wien oder nun auch dem  Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB)

 

Über den Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB)

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) wurde bereits 1897 gegründet. Neben Allergien und Asthma widmen wir uns auch Themen wie Ernährung, Neurodermitis, Urtikaria und COPD, so dass wir Kinder und Erwachsene mit all ihren Symptomen und Fragen beraten können. Daher melden sich beim DAAB jährlich über 30.000 Ratsuchende, deren Erfahrungen und Rückmeldungen mit in unsere unabhängige Beratung einfließen. So können wir Behandlungsansätze, Allergiker-Produkte, Nahrungsmittel und vieles mehr unter die Lupe nehmen. Der DAAB ist Sprachrohr für 25 Millionen Kinder und Erwachsene in Deutschland. Heute engagieren sich im DAAB selbst betroffene Familien sowie Ernährungsberater, Hebammen, Ärzte, Selbsthilfegruppen und Verbraucherverbände.

 

Presse-Kontakte:

  • Franziska Grammes, Pressesprecherin Codecheck, Tel: 030 780 80 687, mail: franziska.grammes@codecheck.info
  • Sonja Lämmel, Pressesprecherin DAAB, Tel: 0 21 66 – 64 788 – 22, mail: sl@daab.de
  • Dr. Silvia Pleschka, wissenschaftliche Mitarbeiterin DAAB, Mail, sp@daab.de