Siegel haben für Millennials weniger Relevanz als Inhaltsstoffe

In einer Umfrage hat der digitale Einkaufsratgeber CodeCheck 3.000 – vornehmlich weibliche – Millennials aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt, woran sie sich beim Kauf von Lebensmitteln und Kosmetika orientieren. Die Antworten sind ebenso interessant wie überraschend: Während für 64 Prozent die Inhaltsstoffe das entscheidende Kriterium für ihre Kaufentscheidung waren, sagten nur 24 Prozent dasselbe über Label bzw. Siegel. Die vorliegende Umfrage liefert Gründe und Handlungsempfehlungen.

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Berlin/ Zürich, 09. November 2017: Labels wie “Bio”, “Vegan” oder “Ohne Zusatz von Zucker”, spielen für weibliche Millennials kaum eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Das zeigt die aktuelle User-Umfrage von CodeCheck, dem führenden mobilen Einkaufsassistenten für Lebensmittel und Kosmetika im deutschsprachigen Raum. Konsumenten im Alter von 19 bis 35 Jahren scheinen im Supermarkt oder in der Drogerie angesichts hunderter verschiedener Label, Gütesiegel und Produktaussagen zunehmend orientierungsloser vor den Regalen zu stehen. Kein Wunder: Allein auf dem deutschen Markt gibt es über 1.000 verschiedene Kennzeichen. Da jede Organisation und jedes Unternehmen Kennzeichnungen entwickeln darf, existiert inzwischen eine wahre Flut an Siegeln und Labeln, die nicht alle seriös sind.

Inhaltsstoffe spielen zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung

Stattdessen stehen für 64 Prozent der Millennials die genauen Inhaltsstoffe im Fokus, denn sie haben individuelle Bedürfnisse: 70 Prozent wollen beispielsweise kein Palmöl oder keine Zusatzstoffe in ihren Lebensmitteln. 67 Prozent wollen zuckerarme bzw. -freie Produkte. Bei Kosmetika meiden 61 Prozent Produkte, die Mikroplastik enthalten. Produkte oder Inhaltsstoffe, die an Tieren getestet wurden, stoßen bei 49 Prozent der Befragten auf Ablehnung. “Wie die Umfrage zeigt, stellen renommierte Siegel hierbei eine wichtige und gute Orientierungshilfe dar. Sie sind jedoch kein Garant für die individuell richtige Entscheidung”, so CodeCheck Gründer Roman Bleichenbacher.

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So können Produkte mit Vegan-Label eventuell an Tieren getestet worden sein, der Bio-Smoothie kann mehr Zucker enthalten als eine Limo und die vermeintlich „natürliche“ Bodylotion besteht neben Palmöl vor allem aus erdölbasierten Stoffen. Wie die Umfrage zeigt, finden ganze 78 Prozent der Befragten das Label „ohne Zusatz von Zucker” bei Lebensmitteln daher auch nicht vertrauenswürdig. Versprechen wie „100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe” auf Verpackungen von Kosmetika finden ganze 59 Prozent nicht glaubwürdig.

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Millennials gelten als besonders kritische, technikaffine und durch das Internet gut informierte Konsumenten, die sich gesunde und nachhaltige Produkte wünschen. Hersteller sollten auf diese Bedürfnisse nicht mit immer weiteren undurchsichtigen Labeln, sondern vielmehr mit reduzierten, klaren und transparenten Angaben reagieren. Dafür sind Millennials übrigens auch bereit Geld auszugeben. Nur für fünf Prozent der befragten CodeCheck-User spielt der Preis bei der Kaufentscheidung für Lebensmittel oder Kosmetika eine zentrale Rolle.

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Über CodeCheck
Die CodeCheck AG ist Anbieter des führenden mobilen Einkaufsassistenten für Lebensmittel und Kosmetika. In einer mehrere Millionen Produkte umfassenden Datenbank führt CodeCheck Produktinformationen mit den Einschätzungen renommierter Experten wie Greenpeace, dem BUND, der Verbraucherzentrale oder der Verbraucher Initiative e. V. zusammen und macht sie kostenlos in App und Web verfügbar. Nach einem Scan des Barcodes eines Produktes mit der CodeCheck-App erhält jeder eine eigene Bewertung beziehungsweise einen eigenen Bewertungskreis. Dieser leuchtet beispielsweise bei Menschen, die Zucker oder Mikroplastik meiden möchten rot. Weiterhin fließen basierend auf den  Daten von „label-online.de” auch Einschätzungen über verschiedene Siegel und Labels mit in die Bewertung von Produkten ein. Die App wurde bis dato mehr als fünf Millionen Mal heruntergeladen und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

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